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Die Verteidigerin/Der Verteidiger
 
     
 

Wer kann Verteidigerin/Verteidiger sein und wie kommt die/der Beschuldigte zu einem Rechtsbeistand?
Die Verteidigerin/Der Verteidiger ist meist eine Rechtsanwältin/ein Rechtsanwalt.

Jede/Jeder Beschuldigte und in weiterer Folge jede/jeder Angeklagte hat das Recht, eine Verteidigerin/einen Verteidiger zu wählen. Grundsätzlich hat die Täterin/der Täter die Kosten für eine Verteidigerin/einen Verteidiger selbst zu tragen. Ist sie/er dazu aber wirtschaftlich nicht in der Lage und liegt eine Beigebung einer Verteidigerin/eines Verteidigers im Interesse der Rechtspflege, kann ihr/ihm eine Verteidigerin/ein Verteidiger beigegeben werden, deren/dessen Kosten die Täterin/der Täter nicht oder nur zum Teil selbst zu tragen hat.

Was kann eine Verteidigerin/ein Verteidiger für die/den Beschuldigten tun?
Die Verteidigerin/der Verteidiger steht der/dem Beschuldigten beratend und unterstützend zur Seite. Sie/Er ist dazu berechtigt, von jedem zur Verfügung stehenden Verteidigungsmittel Gebrauch zu machen und alles, was der Verteidigung ihres/seines Mandanten dient, vorzubringen.

Die Verteidigerin/der Verteidiger hat die Pflicht, die der/dem Beschuldigten zustehenden Verfahrensrechte auszuüben. Daneben kann aber auch die Täterin/der Täter Erklärungen abgeben.

Muss eine Beschuldigte/ein Beschuldigter einen Rechtsbeistand haben?
Grundsätzlich steht es der/dem Beschuldigten frei, ob sie/er eine Verteidigerin/einen Verteidiger beauftragt. .

In den folgenden – beispielhaft aufgezählten – Fällen muss die Täterin/der Täter jedoch zwingend von einer Verteidigerin/einem Verteidiger vertreten werden:

  • sobald und solange sich die Täterin/der Täter in Untersuchungshaft befindet;
  • in der Hauptverhandlung vor dem Landesgericht als Schöffen- oder Geschworenengericht (unabhängig von der Höhe der Strafdrohung);
  • in der Hauptverhandlung vor dem Einzelrichter, wenn für die Straftat eine Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren angedroht ist (ausgenommen in den Fällen des Einbruchsdiebstahls und der Hehlerei);
  • im Rechtsmittelverfahren bei Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung gegen ein Urteil des Schöffen- oder Geschworenengerichts;