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Prozessbegleitung
 
     
 

Prozessbegleitung bedeutet umfasst die Begleitung der Opfer und Angehörigen durch das Straf- und allenfalls auch das Zivilverfahrens durch geschulte MitarbeiterInnen anerkannter Opferhilfeeinrichtungen.

Das beinhaltet vor allem:

  • die Information über die Folgen einer Anzeige und den Ablauf eines Strafverfahrens
  • die persönliche Begleitung zur Einvernahme durch die Kriminalpolizei und Gericht
  • die Koordination von Terminen
  • die Kooperation mit beteiligten Berufsgruppen
  • Auseinandersetzung mit emotionalen Belastungen, die mit dem Verfahren verbunden sind.

Psychosozialen und juristischen ProzessbegleiterInnen, die in ständiger Kooperation miteinander stehen, haben folgende Aufgaben:

Die psychosoziale ProzessbegleiterIn bereitet das Opfer und Angehörige auf die seelischen Belastungen des Verfahrens vor und begleitet es zu Vernehmungen im Ermittlungs- und Hauptverfahren. Vorrangig geht es bei der psychosozialen Prozessbegeleitung um die Auseinandersetzung mit deren Ängsten, Befürchtungen, Trauer oder Wut. Die psychosoziale Prozessbegleitung sieht sich auch als Schnittstelle zwischen dem Opfer, der juristischen Prozessbegleitung und den Justizbehörden.

Die juristische Prozessbegleitung erfolgt durch eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt und umfasst die rechtliche Beratung und Vertretung von Opfern. Sie dient der Durchsetzung der Rechte, die einem Opfer im Strafverfahren zustehen. Die juristische Prozessbegleitung kann gleichzeitig die selben Aufgaben einer Opfervertretung übernehmen und falls dem Opfer durch die Straftat Verletzungen oder Schäden entstanden sind, Schadenersatz einfordern.

Die Prozessbegleitung wird vom Bundesministerium für Justiz finanziert und wird derzeit von über 40 Opferhilfeeinrichtungen mit verschiedenen Schwerpunkten (Frauen, Kinder, Betroffene von sexuellen Missbrauch, Männer, Betroffene von situativer Gewalt, ua.) angeboten.

Besteht ein Anspruch auf Prozessbegleitung, so ist deren Inanspruchnahme *kostenlos *und wird unabhängig davon finanziert, ob ein Verfahren mit einem Frei- oder Schuldspruch endet!

Seit 2009 gibt es eine Erweiterung der psychosozialen Prozessbegleitung auf das Zivilverfahren und zwar immer dann, wenn es thematisch mit dem Strafverfahren verbunden ist, z.B. wenn es um Scheidung, um die Obsorge von minderjährigen Kindern oder um Schadenersatz geht.

siehe auch: 
http://www.opfer-notruf.at/info/Prozessbegleitung.html
http://www.prozessbegleitung.co.at/