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Die/Der Beschuldigte und
die/der Angeklagte
 
     
 

Ab wann wird jemand als Beschuldigte/Beschuldigter bezeichnet?
Beschuldigte/Beschuldigter ist eine Person, die aufgrund bestimmter Tatsachen konkret verdächtig ist, eine Straftat begangen zu haben, und gegen die wegen dieses Verdachts ermittelt wird.
Ab dem Zeitpunkt der Anklage wird die/der Beschuldigte als Angeklagte/Angeklagter bezeichnet.

Welche Rechte hat eine Beschuldigte/ein Beschuldigter bzw. eine Angeklagte/ein Angeklagter?
Sobald jemand als Beschuldigte/Beschuldigter gilt, hat sie/er besondere Recht, die ihm/ihr als Angeklagte/Angeklagter erhalten bleiben.
Zu den wichtigsten Rechten gehört:

  • das Recht, in jeder Lage des Verfahrens vom Gegenstand eines gegen sie/ihn bestehenden Verdachts und über ihre/seine wesentlichen Rechte im Verfahren informiert zu werden;
  • das Recht, sich eine Verteidigerin/einen Verteidiger zu wählen oder unter bestimmten Voraussetzungen eine solche/einen solchen vorerst unentgeltlich zur Verfügung gestellt zu bekommen;
  • das Recht, sich zum Tatvorwurf zu äußern, aber auch das Recht, nicht auszusagen; sie/er ist insbesondere nicht verpflichtet, die Wahrheit zu sagen;
  • das Recht, in Anwesenheit einer Verteidigerin/eines Verteidigers auszusagen;
  • das Recht, an der Hauptverhandlung sowie an einer kontradiktorischen Vernehmung von ZeugInnen teilzunehmen;
  • das Recht, eine Übersetzungshilfe zu erhalten;
  • das Recht, Einspruch gegen eine Ermittlungsmaßnahme wegen Verletzung ihrer/seiner subjektiven Rechte zu erheben;
  • das Recht, die Einstellung des Ermittlungsverfahrens zu beantragen und gegen ein Urteil ein Rechtsmittel zu erheben;