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Recht auf Unterstützung
 
Alle Opfer von Straftaten haben die Möglichkeit, sich während des Verfahrens juristisch vertreten oder durch eine sonstige Person bei den in einem Strafverfahren auftretenden emotionalen Belastungen unterstützen zu lassen.

  • Alle Opfer haben das Recht sich im Verfahren durch eine Rechtsanwältin/einen Rechtsanwalt oder eine sonstige geeignete Person vertreten zu lassen.
  • Alle Opfer haben das Recht eine Vertrauensperson bei der Vernehmung im Ermittlungsverfahren hinzuzuziehen. Das gilt auch bei Erledigung des Strafverfahrens im diversionellen Weg.
  • Im Fall, dass die Öffentlichkeit während der Vernehmung vor Gericht ausgeschlossen wird, kann das Opfer verlangen, dass es von drei Vertrauenspersonen begleitet wird.
  • Wenn sich ein Opfer dem Strafverfahren als Privatbeteiligte/r angeschlossen hat, kann bei Gefährdung des notwendigen Unterhaltes auf Antrag Verfahrenshilfe durch die Beistellung einer unentgeltlichen Rechtsanwältin/ eines unentgeltlichen Rechtsanwaltes bewilligt werden, wenn es für das Verfahren erforderlich ist
    (ACHTUNG: Ob Verfahrenshilfe gewährt wird oder nicht entscheidet das Gericht!)
Siehe "Antrag auf Verfahrenshilfe"(.pdf)
 
     
 
 
     
 
Besondere Opfergruppen
Opfer von Gewalt, gefährlicher Drohung, Beeinträchtigung ihrer sexuellen Integrität und Angehörige von getöteten Personen haben das Recht: Opfer von Gewalt in Wohnungen oder von beharrlicher Verfolgung (“Stalking”) haben das Recht:
  • Durch die Polizei Information von geeigneten Opferschutzeinrichtungen (z.B.Interventionsstellen/Gewaltschutzzentren) zu erhalten.
Opfer, die bereits im Strafverfahren prozessbegleitet wurden, können in einem anschließenden Zivilverfahren gegen die Täterin/den Täter, in dem zum Beispiel auf Schadenersatz geklagt wird, oder in dem es um Scheidung oder Obsorge für gemeinsame Kinder geht, psychosoziale Prozessbegleitung beanspruchen. Idealerweise wird dies dieselbe Person sein, die das Opfer bereits im Strafverfahren begleitet hat.

ACHTUNG:
Im Zivilverfahren haben Opfer keinen Anspruch auf juristische Prozessbegleitung. Es besteht aber die Möglichkeit einen Antrag auf Verfahrenshilfe zu stellen oder auf eigene Kosten eine Rechtsanwältin/einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Je nachdem, wie das Zivilverfahren ausgeht, werden allenfalls die Kosten durch die Täterin/den Täter ersetzt. Wenn das Opfer das Zivilverfahren verliert, kann es passieren, dass sie/er alle Prozesskosten selbst zu tragen hat. Eine juristische Beratung im Vorfeld wird dringend empfohlen!