Spitze SITE MAP verlassen
Ich bin akut von einer Straftat
bedroht: Wie soll ich reagieren?

Es gibt unterschiedliche Arten von Straftaten, von der eine Person betroffen sein kann. Jemand kann Sie beispielsweise bestehlen, Sie stark belästigen, Ihnen gefährlich drohen, Sie erpressen, in Ihre Wohnung einbrechen oder Ihre Sachen zerstören. Jemand könnte Sie verletzen oder missbrauchen.

Wenn Sie in einer solchen Situation Hilfe brauchen, alarmieren Sie die Polizei. Eine Einsatzzentrale der Polizei erreichen Sie rund um die Uhr unter der Notrufnummer 133.
Gehörlose und Gehörbehinderte haben die Möglichkeit, unter der Nummer 0800 133 133, per Fax oder SMS polizeiliche Hilfe herbeizurufen.

Wenn Sie einen Notruf tätigen, beachten Sie folgende Punkte: Versuchen Sie, Ruhe zu bewahren und deutlich zu sprechen, auch wenn das in vielen Situationen schwierig sein mag. Denken Sie daran, Ihren Namen und für etwaige Rückfragen Ihre Telefonnummer bekannt zu geben und teilen Sie mit, wo Sie Hilfe benötigen. Schildern Sie kurz, was passiert ist, damit die Polizei am anderen Ende der Leitung abschätzen kann, wie viele Beamtinnen oder Beamte notwendig sein werden, um Ihnen wirklich helfen zu können.

Beachten Sie, dass Sie das Gespräch erst dann beenden bzw den Hörer erst dann auflegen, wenn Ihnen die Frau oder der Mann in der Einsatzzentrale sagt, das zu tun.

Nachdem Sie angerufen haben, ist die Polizei verpflichtet, sofort zu Ihnen zu kommen, die Gefahr festzustellen und sie hat all das zu tun, was Sie sinnvoll aus Ihrer gefährlichen Lage befreit und Sie vor Gewalt schützt.

Wenn Sie sich wieder in Sicherheit befinden, wird die Polizei unterschiedliche Schritte setzen. Was sie macht, hängt sicherlich vom Einzelfall ab und kann im Rahmen dieser Informationen nicht abschließend dargestellt werden.

Wenn es zu einer strafbaren Handlung gekommen ist, muss die Polizei jedenfalls eine Anzeige aufnehmen. Dafür ist es nicht notwendig, dass der Täter oder die Täterin bereits bekannt ist. Sie kann also auch gegen Unbekannt lauten.

Wenn es notwendig ist, wird die Polizei eine gewalttätige Person festnehmen oder sie von einem Ort wegweisen. Findet Gewalt in Wohnungen statt, kann auch eine gewaltbereite oder gewalttätige Person aus der Wohnung weggewiesen und ein Betretungsverbot bzw. Rückkehrverbot ausgesprochen werden. Dabei spielt es keine Rolle, wem die Wohnung gehört oder wer sie gemietet hat.

Sind sie von Gewalt betroffen oder wird widerrechtlich in ihre Privatsphäre eingegriffen, kann ein Bezirksgericht dem Gefährder die weitere Kontaktaufnahme verbieten oder andere, zu ihrer Sicherheit notwendige Maßnahmen setzen.
Nehmen sie dazu mit dem Bezirksgericht Kontakt auf, das für ihren Wohnort zuständig ist. Solche einstweiligen Verfügungen nehmen die Gerichte in dringenden Fällen auch außerhalb der allgemeinen Amtstage entgegen. Das für ihren Wohnort zuständige Bezirksgericht können sie hier, unter dem Menüpunkt “Gericht suchen” erheben.

Wollen Sie sich darüber informieren, wie Sie Ihre unmittelbare, private Umgebung „sicherer” gestalten- und wie Sie sich vor möglichen Gefahren besser schützen können, stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstellen der Kriminalprävention des Bundeskriminalamtes zur Verfügung.
Sehen Sie dazu im Internet unter Kriminalpolizeiliche Beratung oder informieren Sie sich unter 0800 21 63 46.

Für weitere Informationen steht Ihnen die Opfer-Notruf-Hotline 0800 112 112 als zentrale Anlaufstelle für Opfer von Straftaten in Österreich, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr zur Verfügung.